Tag 35: First, last…

Montag, mein beinahe letzter Tag – zwar hab ich morgen nochmal einen Bürotag, aber ich feiere heute schon Abschied. Und zwar so, wie sich das gehört: mit Sekt, Bagels und Girlstalk.

Allerdings stelle ich fest, dass das Gerede und gemeinsame Schnacken schon Spaß macht, es mir aber doch ein paar Mädels zu viel sind. Die Gespräche sind irgendwie dann doch immer dieselben, nur das Objekt (= der aktuelle Mann) wechselt. Andererseits… es gibt doch ein paar hübsche Geschichten, die man erfährt 😉

Mein schönstes Abschiedgeschenk: eine Glaskugel mit ganz viel Glitzer. Und drin: Fotos von der Bürogemeinschaft und von Hamburg. Mit der Aufschrift „Mädchen komm bald wieder!“

*hachja*

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Tag 25: Allein, allein…

Gestern – meine Chefin: „Ach, ich hab mir überlegt… morgen mach ich mal einen Tag Homeoffice“ – ich denke: Cool, dann komm ich einen Tag früher nach Lübeck (da besuch ich nämlich Maike, Marzipan und die Ostsee). Chefin: „Oh, ich dachte, vielleicht könntest du hier… und so?“

Also: nicht frei. Stattdessen: ich allein in der Agentur. Mein wichtigster Job: anwesend sein, wenn der Putzmann kommt (der übrigens – Klischee! – keinen Ton deutsch spricht). Gleich danach: telefonieren, telefonieren, telefonieren. Meine Telefonstimme klingt mittlerweile professionell, finde ich. Bis ich mit Xenia telefoniere, die mir hinterher sagt, ich klinge bei ein Call-Girl-Center. Na toll…

Andererseits schaffe ich in den Stunden allein in der Agentur so viel wie sonst nicht… Es fühlt sich fast ein bisschen an wie ich mir eine klassische Agentur vorgestellt habe. Stressig, aber gut. Das Wochenende an der Ostsee hab ich mir wirklich verdient…

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Tag 24: Again and again and again oder 8 Femmes oder 3Freunde

Mein französischer Lieblingsfilm ist „8 femmes“ – 8 verschiedene Frauen und jede hat ein Motiv, den einzigen Mann im Film umgebracht zu haben. Heute Abend: wir, 3 Freunde und die 3FreundeBar auf dem Kiez. Cocktail tasting für Eventmanager. Das ist der Tarnname. Tatsächlich tun wir: uns betrinken. Mit geilen Cocktails (und mit geil meine ich: absolutwahnsinnigoberkrasssupermegaduberhammerfantastogroßartigtollwundervoll). Das funktioniert so: Wir sitzen in einer Ecke auf bequemen Sofas (die witzigerweise genauso aussehen wie die Bänke in der Lounge aber ungefähr 1000x bequemer sind), kriegen jeweils einen schönen Cocktail in die Mitte des Tisches gestellt und jeweils ca. 8cl in einem hübschen, kleinen Gläschen. Und dann teilen wir noch das Dingen in der Mitte. Und dann bestellen wir danach nochmal mindestens 2 Cocktails pro Kopf. Und wir bezahlen nichts. Und die 3Freunde sind großartig, verwenden nur beste Zutaten und Alkohol nicht zu knapp.

Fazit: Ein wirklich toller Abend, der noch besser gewesen wäre, hätte ich die letzte S-Bahn erwischt – stattdessen gebe ich das beim Trinken gesparte Geld für ein Taxi aus. Hat sich aber gelohnt. Ich merke erst am Freitag früh, dass ich den ganzen Donnerstag noch betrunken war… hupsi!

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Tag 22: lekkerlekker

Die nächsten 5 Tage sind im Büro total unspektakulär. Der typische Agenturalltag und die Date-Geschichten… aber ein bisschen Wiederholungstaste.

Dafür heute Abend: Cocktails in der zweitbesten Cocktailbar der Welt! Wir treffen uns mit einem unserer DJs, der seine Freundin mitbringt – und 4 Jungs als Blinddate. Für 2 Frauen. Chefin und mich. Problem: Die Jungs sind alle so um die 27 und meine Chefin ist raus. Sprich: Ich hab 4 Kerle zur Auswahl (vor die ich eigentlich nie gestellt werden wollte, aber gut). Der Abend beginnt mit 4 ähnlichen beginnenden Gespräch (wieheißtduwerbistduwasmachstduso) und endet mit einem längeren und einem Cosmopolitan, der so alkoholhaltig ist, dass ich glatt für 3 betrunken bin.

Jedenfalls fühlte es sich an wie mein erstes Großstadtdate. Und ich glaube, jetzt bin ich in die Riege der Großstadtmiezen in der tollsten Bürogemeinschaft der Welt aufgenommen worden.

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Tag 30. Warum zur Hölle..?

Heute: Traumhochzeit. Eine total niedliche Kirche, Sektempfang wird auf dem Rasen stattfinden, die Freunde des Brautpaars haben Muffins, Blätterteigtaschen und die Hochzeitstorte gebacken, hinterher geht’s in Christian Rach’s Restaurant in der Speicherstadt (und da heute die Cruise Days sind, ist die Hochzeitsgesellschaft in der ersten Reihe für den Auszug und Feuerwerk!)

Aber – irgendwie gibt es immer ein Aber – das Paar ist irgendwie… seltsam. Keine Zärtlichkeiten werden ausgetauscht, keine Dankbarkeit, kein Funkeln in den Augen. Nüscht. Die Bräutigam sieht verdammt gut aus, die Braut ist auch ganz hübsch, aber irgendwie sind beide ziemlich… kalt. Das absolute No-Go: Der Bräutigam sitzt den ganzen Abend am Brauttisch und filmt seine eigene Hochzeit. Größte Sorge: der schwächelnde Akku. Und dafür kriegen wir das erste und einzige Dankeschön des Abends: Wir fahren zum Hotel und holen den Ersatzakku…

Warum zur Hölle heiratet ihr nochmal?!

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Tag 19. Jeder nur ein Glas…

Nach 3 sehr schönen freien Tagen in Hamburg mit Fressorgie (…) heute eine neue Lektion: Sektempfang. Wie mans macht (und wie besser nicht)…

Wir fahren zu einer der wenigen katholischen Kirchen in Hamburg. Mit dabei: 120 Gläser in Plastiksteigen und 3 Kisten Sekt. Im gefühlten kleinsten Auto der Welt. Neben mir. Auf mir. Unter mir. Mit dabei ist auch: ein kleiner Tisch zum Auseinanderschrauben. Papiertischdecke. Und: Billig-O-Saft…

Wir sind noch am Aufbauen, als der Bräutigam mit seinen Kumpanen auftaucht und auf den Rest der Gesellschaft wartet. Trotzdem irgendwie suboptimal, wenn man im Kostümchen an 4 starken Männern vorbeihopst. Suboptimal auch: Der Versuch den Quasi-Klapptisch mit Papiertischdecke von der Rolle zu verschönern – wenn es ordentlich windet.

Auch nicht so schön: die Braut kommt wohl eine halbe Stunde zu spät. Erstaunlicherweise bleibt der Bräutigam echt ruhig…

So, jetzt aber zu den Dingen, die man nachmachen sollte: Sekt durch Prosecco ersetzen. Der schäumt nicht so auf, schmeckt ein bisschen intensiver und weniger nach Alkohol. Und weil kaum jemand den Unterschied wirklich erkennt – was soll das? Sehr praktisch jedenfalls für uns, weil wir 10 Minuten länger in der Kirche sein können und auch noch den Gospelchor nach der Trauung hören…

Nicht nachmachen bitte: bei den Gläsern zu knauserig sein. Nicht nur das Brautpaar, sondern auch die Planerin dachten sich – ach, die Gäste, die trinken doch nur ein Glas. Das Problem: Wenn man mit einem professionellen Klapptisch da steht, denken die Gäste auch, man sei total professionell (vor allem, wenn man jedes Glas mit einem Lächeln und einem „Aber gerne doch“ quittiert) – und wollen statt nachgeschenktem Sekt lieber gleich ein neues Glas. Gott sei Dank haben wir mit 3 Steigen eine als Reserve dabei gehabt, ansonsten hätte ich vielleicht im Taufbecken ein paar spülen müssen…

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Tag 15: Montag ist mein neuer Lieblingstag!

Und warum? Weil wir eine Bürogemeinschaft sind. Die nur aus Frauen besteht. Was heißt das? Jeden Montag mindestens ein halbes Stündchen beieinander sitzen – und quatschen. Über die Erlebnisse des Wochenendes und wie es jetzt weitergehen soll. Heute haben wir zum Beispiel beschlossen, dass es Julia erst mal langsam angehen lassen soll, um zu testen, ob der Kerl irgendwelche Neurosen hat, wie sie sich mit seinem Kind versteht, ob sie ihn wirklich toll findet oder nur die Tatsache, dass er sie toll findet. Und wenn das toll ist, dann kann sie so in einem halben Jahr überlegen, was man gegen die Fernbeziehung macht – also soll die Ferne oder die Beziehung bleiben… Und dazu gibt’s Schoki. Perfect Monday…

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